Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich zugehörig fühlen und füreinander Verantwortung übernehmen. Eine vielfältige Gesellschaft ist eine Stärke – wenn wir dafür sorgen, dass alle Menschen ihren Platz darin haben.
Eine starke Gesellschaft lässt niemanden zurück.
Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Menschen haben unterschiedliche Lebensgeschichten, unterschiedliche Fähigkeiten, unterschiedliche Herkunft und unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie leben möchten.
Diese Vielfalt empfinde ich nicht als Problem, sondern als Stärke.
Problematisch wird es dort, wo Menschen vermittelt bekommen, sie gehörten nicht richtig dazu. Menschen mit Behinderung kennen dieses Gefühl. Menschen mit Migrationsgeschichte erleben es. Menschen erfahren Ausgrenzung aufgrund ihrer sozialen Herkunft, ihrer Religion, ihrer sexuellen Identität oder weil sie schlicht nicht dem entsprechen, was andere für „normal“ halten.
Dem möchte ich eine Politik des Zusammenhalts entgegensetzen.
Dazu gehört für mich auch eine starke soziale und kulturelle Infrastruktur. Vereine, Sport, Kultur, Jugendangebote und ehrenamtliches Engagement schaffen Orte, an denen Menschen einander begegnen. Gerade deshalb müssen wir diese Strukturen erhalten und stärken.
Zusammenhalt bedeutet aber auch, unsere Demokratie zu verteidigen. Wo Menschen gegeneinander ausgespielt, ausgegrenzt oder abgewertet werden, dürfen Demokratinnen und Demokraten nicht schweigen.
Wir müssen wieder stärker darüber sprechen, was uns verbindet – ohne unsere Unterschiede kleinzureden.
Eine Gesellschaft ist für mich dann stark, wenn jeder Mensch sagen kann: Ich gehöre dazu. Meine Stimme zählt. Und ich kann etwas bewegen.